21. August: freier Tag

Es ist mein einziger „freier“ Tag, doch auch heute habe ich zu tun, bevor am Abend Lothar Hoffmann aus Brandenburg kommt, um mich eine ganze Woche zu unterstützen. Schon jetzt (am Mittag) habe ich eine Anzeige und zwei Presseerklärungen (nur ein davon für mich selbst) geschrieben, Briefe beantwortet, dieses Tagebuch zu Papier oder in den Computer gebracht. Am Nachmittag werde ähnliche Aufgaben auf mich warten und vor allem die Vorbereitung und Organisation einer größeren und schwierigen, auch nicht ganz ungefährlichen Aktion am nächsten Sonnabend. Doch deren Gegenstand bewegen mich immer mehr, je mehr ich über darüber lese. Der Kreisvorstand soll zugestimmt haben, doch auf alle konkreten Vorschläge und Schwierigkeiten habe ich bisher keine Antwort. Ich wäre froh, wenn wir als Partei etwas wirklich Gutes und Wirksames daraus machten. Die verbliebene Zeit für eine kompetente Vorbereitung verrinnt bereits. Allein, trotz Lothar, hätte ich aber keine Chance, und dass ich keine Antworten oder Gegenvorschläge erfahre, beginnt mich zu entmutigen.