Musikalische Wahlkampfunterstützung im Club der Volkssolidarität in Bergen

23. August: Musikalische Wahlkampfhilfe

Unseren Infostand hatten wir heute – wieder mit Kerstin – vor dem LIDL-Markt in Bergen. Hier konnte ich auch mein acht Meter langes Transparent aufhängen, und Detlef Hutschenreuter mit seiner Gruppe aus Sachsen spielte Klezmer-Musik. Auch sie haben bei mir übernachtet. Detlef hatte Rügen zu DDR-Zeiten gar nicht positiv erlebt. Er war Bausoldat in Prora. Lothar fuhr mit Uwe und Maik den ganzen Tag zum Plakatieren in Bergen, Prora, Binz, Sellin (in Göhren ist es verboten). Die Mittagspause schenkte ich mir und verteilten stattdessen Material in Ketleshagen, Güstelitz, Tetel, Zittvik und Buschvitz. Ab 14 Uhr hatte ich dann meine Vorstellung und Diskussion in der Volkssolidarität in Bergen. Dort wurde es sehr schwierig, denn die meisten Besucherinnen und Besucher beschäftigte die Flüchtlingsfrage – und das mit allen existierenden Vorurteilen – sie kämen nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland, erhielten viel mehr Geld als Deutsche, führen große Autos. Auch wenn ich davon erzählte, was ich in den Kriegen im Irak oder Afghanistan selbst erlebte hatte, wie viele Gründe die Menschen dort für die Flucht haben, bewirkte ich wenig. Detlef Hutschenreuter, der auch dort spielte, unterstützte mich schließlich auch. Empört waren aber einige Beucher auch über Erdogan und Merkels Politik ihm gegenüber, über die Rente mit 69 und die Forderung der Bundesregierung, Vorräte für zehn Tage anzulegen.