Kranzniederlegung am 22. Juni 2016 in Bergen

Kranzniederlegung aus Anlass des 75. Jahrestages des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion in Bergen

Mit Brot und Salz und einem nicht zu übersehenden Banner mit Friedenswunsch wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kranzniederlegung zum Jahrestag des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion am Bergener Denkmal für die gefallenen Sowjetsoldaten am 22. Juni 2016 empfangen. Dr. Andrè Brie, als Landtagsabgeordneter der LINKEN. in Mecklenburg-Vorpommern zeigte das Transparent mit der Aufschrift „Frieden gibt es nur gemeinsam“ bereits in aller Frühe in der Hauptstadt Berlin und wird dies auch in Stralsund tun. In seiner Rede bedauerte er, dass die Bundespolitik sich zu keiner gemeinsamen, dem Anlass angemessenen Gedenkfeier verständigen konnte. Er forderte den schrittweisen Abbau der Sanktionen gegen Russland und kündigte an, sich auch persönlich weiter dafür einzusetzen. Statt mit Manövern das Kriegsüben bis vor die Grenzen Russlands zu tragen, müsse man zum Dialog und zur friedlichen Konfliktbeilegung zurückkehren.

Sehr persönliche Worte fand Dieter Holtz, langjähriger Bürgermeister der Stadt Sassnitz und jetzt seit wenigen Monaten im Ruhestand. Er erinnerte an die Verabschiedung sowjetischer Soldaten und Offiziere auf dem Sassnitzer Kurplatz, als die Rote Armee 1994 mit ihren Truppen Deutschland über den Fährhafen Mukran verließ. Damals war man sich einig, dass nie wieder russische und deutsche Menschen aufeinander schießen dürften. Es sein ihm ein Anliegen, darüber immer wieder mit Deutschen und Russen zu sprechen.

Zur Gedenkveranstaltung hatte der Regionalverband DIE LINKE. Rügen eingeladen.