29. Juli: Gespräch mit Handwerkern

Heute war ich bei Handwerkern, die ich für meinen neuen Kalender über traditionelles Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Berliner Fotografen Alexander Schippel porträtieren möchte. Die Mosterei in Bobbin bei Glowe gehört natürlich ebenso nicht zu meinem Wahlkreis wie der Scheren- und Messerschleifer in Stralsund. Doch die beiden Handwerkerinnen/Handwerker waren fröhliche und beeindruckende Menschen. Der Schleifer, eigentlich aus Oberbayern, wohnt und arbeitet erst sein wenigen Jahren in Vorpommern-Rügen, aber er betonte: „Hier kriegt man nimmer mehr weg!“ Dass er wohl der einzige Messerschleifer im Land ist und von Dienstag bis Freitag in Greifswald, Rostock und Stralsund schleift, macht es ihm nicht leicht, aber seine Kunden kommen immer wieder und bringen neue mit. Ich kann mich erinnern, dass es nach 1990 für eine kurze Zeit nicht wenige Messerschleifer gab, die in die Dörfer kamen. Doch die Wegwerfgesellschaft, so der Schleifer, hat von diesem Handwerk fast nichts übrig gelassen. Erst am Nachmittag und zum Glück in einer Regenpause waren Alexander und ich dann an der Rügenbrücke, wo er mich für ein Plakat fotografierte. Ich zog ein rotes Hemd an, denn Professor Glende, soll mir ein Plakat für den Wahlkreis 34 Rügen gestalten, auf dem auch ein Stück der Brücke und eine Möwe rot sein sollen – mit dem Text: „Mit Rot bunt und sozialer!“ (Der Text, den ich auf meinem neuen Banner habe, das inzwischen angekommen ist, wäre zu lang, zumal ja auch mein Name, das Logo DIE LINKE Vorpommern-Rügen drauf muss: „Rot will Rügen bunt und sozialer!“ Doch in den nächsten wenigen Tagen habe ich vier Tage Urlaub in London, denn meine Tochter Saira und ich sind große Fans von Harry Potter und wollen neben London auch den Drehort des Films besuchen. Also, bis demnächst und zur Fortsetzung des kleinen Wahlkampftagebuchs.